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Einmal im Jahr, mitten im Semester, bietet die TU Dresden allen Studierenden die Möglichkeit, über den Tellerrand Ihres Studiums zu blicken und sich mit interdisziplinären Themen zu beschäftigen. An diesem Tag gibt es keine regulären Lehrveranstaltungen. Er trägt den Namen dies academicus.

Organisiert wird dieser Tag von Integrale – dem Institut für studium generale an der TU Dresden. Teil des Teams ist Ines Herrmann, welche 2019 erstmals die LineUpr-App für den dies verwendet hat. Im Interview erzählt uns Ines mehr zu diesem besonderen Tag, wie sie die App mit Inhalten gefüllt hat und welche Möglichkeiten und Schwierigkeiten die App mit sich bringt. Viel Spaß bei dieser Kundengeschichte. 😊

LineUpr: Hallo Ines. Vielen Dank, dass Du Dir Zeit für dieses Interview nimmst. Stell Dich und das Integrale Team bitte persönlich vor.

Ines: Hallo! Gerne. Mein Name ist Ines Herrmann. Ich bin Musikerin und koordiniere daneben auch Veranstaltungen wie die Garagenkonzerte (seit 2019) und den dies academicus (seit 2017). Beim dies academicus bin ich Teil eines engagierten Teams aus Studierenden und Absolventen (wie mir) bei Integrale – dem Institut für studium generale an der TU Dresden. Integrale hat verschiedene Arbeitsgruppen, und neben dem dies werden auch Ringvorlesungen organisiert und das semesterliche Verzeichnis aller studium generale/AQUA-Veranstaltungen an der TU Dresden herausgegeben.

LineUpr: Du hast die LineUpr-App für den dies academicus der TU Dresden verwendet. Erzähl uns bitte mehr zu diesem Event.

Ines: Na klar: Der dies academicus ist ein jährliches Festival der Interdisziplinarität an der TU Dresden. Er ist fest verankert im Studienjahresablauf und an diesem Tag finden keine Lehrveranstaltungen statt. Stattdessen stellen sich Fachschaften und Hochschulgruppen an diesem Tag vor, außerdem gibt es ein Detektivspiel, das vom dies-Team koordiniert wird, und ein reichhaltiges Angebot an Workshops, Kulturprogramm und Vorträgen.

LineUpr: Nutzt Ihr zur Vermarktung der Veranstaltung oder zur Informationsverteilung vor Ort auch Printprodukte? Wenn ja, welche und warum?

Ines: Ja, wir stellen die Hauptprogrammpunkte des dies academicus auch über Plakate zur Verfügung und es wird im studium generale Vorlesungsverzeichnis mit abgedruckt. Das tun wir, um möglichst barrierefrei und vor Ort leicht zugänglich über unsere Angebote zu informieren. Wir wollen nicht voraussetzen, dass jemand ein mobiles Gerät mit Internetverbindung besitzt und bei sich hat – bzw. erst einen Link abtippen möchte oder verstehen muss, wie man einen QR-Code einscannt…. Darüber hinaus bewerben wir im Voraus mit Flyern und Plakaten sowie einem Banner die Veranstaltung selbst, wobei mit einem QR-Code und Webseitenadressen auf das Programm verwiesen wird.

LineUpr: Wie lange vor dem Event habt Ihr mit der Erstellung der Event-App begonnen?

Ines: Ich habe gleich mit den ersten festgezurrten Programmpunkten begonnen, diese in die App einzupflegen. Die Handhabung ist sehr intuitiv, insofern ist der Zeitaufwand „leichtfüßig“. Es war hilfreich, frühzeitig zu beginnen, damit bis zur Veranstaltung auch alle Inhalte angefordert und erstellt werden konnten.

Ich finde die Individualisierungsoptionen, die trotzdem ein einheitliches Layout zwischen verschiedenen LineUpr-Seiten bieten, optimal.

LineUpr: Wie stark hast Du die LineUpr-App individualisiert?

Ines: Also ich glaube, dass ich fast alles ausgeschöpft habe :-D. Ich habe die App an unsere Corporate Design Farben angepasst und sämtliche Logos, Titelbilder usw. neu gesetzt. Auch die Menüpunkte habe ich z. T. umbenannt.

LineUpr: Habt Ihr in der App auch Eure Partner in eigenen Profilen dargestellt?

Ines: Ja, ich habe Partner_innen, Veranstalter_innen und Sponsor_innen des dies academicus in der App vorgestellt. Ich konnte nur Inhalte darstellen, die uns von diesen übermittelt worden sind. Aus diesem Grund gab es ein unterschiedliches Maß an Informationsbereitstellung (Texte/Links usw.).

Wir vermuten, dass sich die Nutzung der App deshalb nur dann lohnt, wenn sie dauerhaft als Teil der Veranstaltungspräsentation genutzt wird.

LineUpr: Wie bewertest du die Erstellung der Event-App mit LineUpr? Was gefällt dir und was können wir noch verbessern?

Ines: Die Erstellung der Event-App ist sehr einfach, allerdings weiß ich nicht, inwiefern ich hier durch meine technische Affinität vorgeprägt bin. Die Darstellung der Veranstaltungsinhalte ist übersichtlich und niedrigschwellig für den_die Benutzer_in, was ich sehr hervorhebenswert finde. Ich finde die Individualisierungsoptionen, die trotzdem ein einheitliches Layout zwischen verschiedenen LineUpr-Seiten bieten, optimal.

Nach wie vor wird die Bezeichnung „App“ als verwirrend empfunden, da es doch mehr eine Webseitenverknüpfung auf dem Smartphone ist als eine App (im Sinne von: über den App/Play Store installiert und unabhängig vom Browser aufrufbar).

Ich persönlich vermisse eine Möglichkeit, ohne externe Tools Nutzungsstatistiken abzurufen. Dies über Google Analytics zu tun (wie aktuell möglich) finde ich bedenklich und es gibt ein zusätzlichen Overhead (Analytics ist nicht so intuitiv wie LineUpr, und entspricht eher schlecht den hiesigen Datenschutzgrundsätzen. Außerdem muss ich mich erst woanders registrieren und dann dort immer wieder einloggen).

LineUpr: Wie hat sich Euer Event bzw. die Eventorganisation durch den Einsatz einer Event-App verändert?

Ines: Unsere Eventorganisation hat sich nicht verändert. Wir haben durch die App lediglich eine neue Art und Weise gefunden, unser Programm übersichtlich und leicht zugänglich für unsere Zielgruppe aufzubereiten und anzubieten.

LineUpr: Nachdem das Event jetzt vorbei ist. Würdest du die App beim nächsten Event genauso nutzen und deinen Teilnehmern kommunizieren oder würdest du irgendetwas ändern?

Ines: Die Bewerbung der Veranstaltung erleichtert sich durch die bloße Einrichtung und das Kommunizieren der App nicht. Im Gegenteil, eine neue Programmübersicht Teilnehmenden zu bewerben, braucht Zeit. Wir vermuten, dass sich die Nutzung der App deshalb nur dann lohnt, wenn sie dauerhaft als Teil der Veranstaltungspräsentation genutzt wird. Zum aktuellen Zeitpunkt ist mein Team jedoch noch unschlüssig, welchen Mehrwert die App für uns im Vergleich zu einer herkömmlichen Webseite hat.

LineUpr: Welche Top-Tipps zur Nutzung von LineUpr würdest du anderen Veranstaltern mit auf den Weg geben wollen?

Ines: Tipp 1: Es empfiehlt sich für Veranstalter_innen, sich eine Kurzdomäne zu organisieren, mit der auf die App weitergeleitet werden kann, da der Link von Haus aus doch recht lang und nicht so leicht zu merken ist.

Tipp 2: Ich sehe zum Teil größere Veranstalter_innen in Dresden wie das Elbhangfest und die BRN, die die App benutzen, aber nicht oder viel zu wenig mit Bildmaterial arbeiten. Die App lebt von Visualität! Wer keine Bilder einpflegt, verschenkt, dass seine Angebote als attraktiv und einladend wahrgenommen werden. Das ist eigentlich mein Haupt-Tipp: Macht‘s, aber wenn, dann macht’s richtig!

LineUpr: Vielen Dank Ines, für das tolle Interview. Der dies academicus ist wirklich ein besonderer Tag an der TU Dresden. Und nur möglich, weil sich so viele Studenten ehrenamtlich engagieren. Das ist wirklich nicht selbstverständlich. Ihr macht da einen tollen Job.

Bei Twitter und auf www.integrale.de kannst Du Dir ein eigenes Bild vom dies academicus machen. Neben ihrem ehrenamtlichen Einsatz ist Ines übrigens auch als Musikerin tätig. Mehr zu Ihr kannst du auf Facebook, Instagram und natürlich auf ihrer Website finden. Für eine auditive Geschmacksprobe empfehlen wir außerdem ihr YouTube Profil.

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Euch auch nächstes Jahr wieder mit einer App unterstützen dürften.