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Event-Apps sind eine relativ neue Erfindung. Daher haben viele Veranstalter noch keine Erfahrung im Bereich der Darstellung von Sponsoren in einer App. Aus die Sponsoren wissen zum Teil noch nicht, wie sie mit dem Thema In App-Sponsoring umgehen sollen. Damit sich das ändert, wollen wir euch in diesem Artikel zeigen, wie es funktioniert.

Um das tun zu können, ist es wichtig zu wissen, auf welchen Seiten in der App eure Gäste nach Informationen suchen. Es gilt der Grundsatz: Die Sponsoren müssen auf den Seiten präsent sein, welche die Gäste auf der Suche nach Informationen besuchen. Außerdem wollen wir euch noch zeigen, an welchen Stellen in der App man mit Bildern die Wahrnehmung der Sponsoren erhöht.

Übrigens: Ihr könnt euch alle Tipps in unserer Beispiel-App unter https://lineupr.com/demo/super-sponsoring-event anschauen.

Sponsoring allgemein: Leistung gegen Reichweite

Per Definition versteht man unter Sponsoring die Förderung mittels Geld-, Sach- oder Dienstleistungen. Die Gegenleistung für den Sponsor ist möglichst hohe Reichweite und Aufmerksamkeit, um sein Unternehmen oder Produkt vermarkten zu können.

Jetzt können wir uns damit beschäftigen, Stellen in einer Event-App zu finden, die dem Ziel der Sponsoren entsprechen. Ganz konkret: Wir müssen wissen, wo in der App die Gäste den Großteil der Zeit verbringen. Hiermit erreicht ihr gleich zwei Dinge: Erstens sprecht ihr damit die meisten Teilnehmer an und zweitens sinkt die Abwehrhaltung gegenüber Sponsoring, da sich die Teilnehmer auf der Suche nach Informationen sehr bewusst in der App bewegen.

Stellen der Aufmerksamkeit: Wo befinden sich eigentlich meine Gäste in der App

Wie oben schon beschrieben, suchen wir jetzt die Stellen in einer Event-App, die von den Gästen am häufigsten frequentiert werden. Dazu haben wir ein bisschen Numbers-Crunching betrieben und folgende Erkenntnisse gewonnen, welche exemplarisch an den In App-Aktivitäten von LineUpr-Apps verdeutlicht werden.

Durchschnittliche Seitenaufrufe in Event-Apps

Wir wissen also jetzt, dass die Top-6 der Seiten in einer Event-App in absteigender Reihenfolge Programm, Lineup, Posts, Locations, Infos und Umfragen sind. Erst dann kommen die Sponsorenprofile als solche. Woran liegt das? Ganz einfach! An der Abwehrhaltung der Nutzer. Wenn ein Menüpunkt „Sponsoren“ heißt, klicken die wenigsten Nutzer freiwillig darauf. Sie wissen ja bereits, was sie erwartet. Dem entgegen steht das Konzept der Produktplatzierung. Das zu bewerbende Produkt oder Unternehmen wird durch Verflechtung mit großen Ganzen in die Aufmerksamkeit des Betrachters gerückt und wird so meist als dazugehörig wahrgenommen. Oder glaubt ihr, dass es Zufall ist, dass Hank Moody in Californication immer Porsche fährt?

Gebt also euren Sponsoren die Möglichkeit, sich selbst und deren Produkte oder Dienstleistungen besser in euer Event-App zu integrieren. Wie genau das funktionieren kann, stellen wir euch in den folgenden Punkten dar. Wichtig ist, dass ihr nicht blind alle Schritte übernehmt! Bitte, bewertet immer, ob die Tipps zum Event und dessen Außenwirkung passen. Sicher können die allerwenigsten Events alle Möglichkeiten umsetzen, aber eine Auswahl könnt ihr allemal vornehmen.

Die Klassiker: Visuelle Präsentation der Sponsoren mit Bildern, Profilen und Icons

Bevor wir tief in die Materie einsteigen, hier noch die „Klassiker“ des In App-Sponsorings. Ihr könnt die Bilder in Header und Footer der App mit euren Sponsoren versehen. Für den Footer könnt ihr auch einen Link vergeben, der bei Klick auf beispielsweise eine Home- oder Produktpage des Hauptsponsors führen kann.

Weiterhin haben wir die Sponorenprofile im Angebot. Hier könnt ihr abbilden, wer eure Sponsoren sind, was sie machen und wie man sie erreicht. Jeder Sponsor bekommt obendrein ein Profilbild. Diese Profile könnt ihr dann beispielsweise im Programm, der Location oder dem Lineup direkt in der App verlinken.

Mit dem App-Icon könnt ihr einen Sponsor sogar auf den Homescreen eurer Gäste bringen. Dieses ist nämlich frei wählbar.

Das Programm: Sponsoren an der Stelle der größten Aufmerksamkeit integrieren

Das Programm in der App ist der am meisten geklickte Bereich. Also müssen die Sponsoren hier unbedingt rein! Die Räume waren der erste Schritt. Der Zweite kann umgesetzt werden, sobald eure Sponsoren mit Personal und/oder Ständen vor Ort sind. Tragt einfach die „Öffnungszeiten“ mit in das Programm ein. Dieser Schritt holt nicht nur die Sponsoren in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, sondern gibt ihnen auch noch die Chance darzustellen, was genau sie anbieten.

Das Lineup: Integration in die Masse

Integriert das vor-Ort-Personal der Sponsoren in das Lineup der Veranstaltung. Am besten mittels eigener Kategorie. Die Sponsoren bekommen ein Gesicht und sind mehr als nur ein Logo auf der Startseite. Im Profil der jeweiligen Person kann dann erneut dargestellt werden, womit sie sich beschäftigt, was angeboten wird und mit welchen Fragen man sie adressieren kann.

Die Posts: Sponsored Content

Bietet euren Sponsoren an, Posts zu versenden. Der Inhalt kann hier variieren: Ankündigungen zu Demos etc. sind genauso möglich wie die Bekanntgabe eines Gewinnspiels oder die Verteilung von Goodies. Hier könnt ihr gern kreativ sein. Fragt auch eure Sponsoren, was denen dazu einfällt. Gut ist, wenn der Sponsor einen Mehrwert für die Gäste schaffen kann. Erstens wird der für das Event ja eigentlich überflüssige Post dann nicht als störend empfunden und zweitens wird die Wahrnehmung des Sponsors positiv besetzt, da er ja bereits etwas „geleistet“ hat.

Die Location: Benennt die Räume nach euren Sponsoren

Ein einfacher, aber für die Wahrnehmung der Sponsoren unter den Teilnehmern effektiver Weg ist die Benennung von Räumen in der Location nach Sponsoren. Hiermit schafft ihr nicht nur Aufmerksamkeit für die Sponsoren, sondern könnt auch noch dafür sorgen, dass die Sponsoren in den Sprachgebrauch der Teilnehmer übergehen. Einerseits durch Gespräche untereinander, andererseits über die wiederholte Nennung der Namen im Programm eurer App.

Die Umfragen 1: Feedback für eure Sponsoren

Dieser Schritt bietet sich vor allem für Sach- und Dienstleistungssponsoren an. Sicher sammelt ihr über die Umfragen in der LineUpr-App auch Feedback zur Veranstaltung ein. In diesem Zug könnt ihr auch Fragen im Namen der Sponsoren stellen. Habt ihr zum Beispiel das Buffet durch Sponsoring finanziert, fragt eure Gäste im Namen der Firma, wie es gefallen hat.

Die Umfragen 2: Gamification mit Sponsoren

Neben dem Einsammeln von Feedback könnt ihr die Umfragen auch nutzen, um etwas ungezwungener auf die Sponsoren verweisen. Das funktioniert dann auch wieder mit Sponsoren, die nicht mit Sach- und Dienstleistungen aufwarten.

Wenn eure Sponsoren darauf Lust haben, könnt ihr ein Quiz erstellen – ganz ähnlich einer Schnitzeljagd. Stellt Fragen, deren Antworten man nur durch Interaktion mit den Sponsoren und deren Leistungen beantworten kann. Effekt: Die Gäste beschäftigen sich aktiv mit dem Angebot der Sponsoren. Und durch die Möglichkeit eines Gewinns ist die Assoziation der Gäste positiv.

Die Argumente: In-App-Sponsoring geht immer?

Mit Web Apps habt ihr das allerbeste Argument in Richtung der Sponsoren. Der Grund dafür ist leicht nachzuvollziehen. Native Apps müssen heruntergeladen werden und sind oft groß. Diese beiden Punkte veranlassen viele Teilnehmer auf die Nutzung der App zu verzichten. Web Apps müssen nicht heruntergeladen werden, sondern funktionieren wie eine Website. Die Einstiegshürde ist also minimiert. Das ist auch ein gutes Argument in Richtung eurer Sponsoren – schließlich hoffen die auf möglichst hohe Reichweite.

Zum Ende noch einen kleinen Hinweis: Wir empfehlen euch nicht, alle Tipps die wir hier gegeben haben, auf einmal umzusetzen. Schließlich lebt die Promotion der App von der Akzeptanz der Selbiger als Informationsmedium durch die Teilnehmer. Übertreibt ihr es, ist die Chance groß, dass ihr euch selbst wichtiger Reichweite beraubt. Wählt also lieber die Techniken, die am besten zu eurem Event und euren Sponsoren passen.

Gebt uns Feedback

Was ist eure Meinung zu In-App-Sponsoring? Habt ihr damit schon Erfahrungen sowohl aus Ersteller-, als auch aus Anwendersicht? Gibt es Punkte, die wir vergessen haben? Wie weit würdet ihr dabei gehen? Gebt uns euer Feedback!

Dieser Artikel ist Teil unserer Webinarserie. Unter webinar.lineuprmail.com könnt ihr euch registrieren. Jeder neue Teilnehmer erhält als Dankeschön einen 25%-Gutschein auf seine nächste Event-App.

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