13 einfache Ice-Breaker für deine Corporate Events

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Der beste Weg um eine Veranstaltung zu starten ist ein Ice-Breaker! Warum, erfährst du gleich, aber welche Ice-Breaker gibt es? Und wie funktionieren sie? Wir haben etwas recherchiert und insgesamt 25 Ideen für dich gesammelt. Da ist für jede Art des Events und Anzahl der Teilnehmer etwas dabei.

Heute präsentieren wir dir die ersten 13 Aufwärmspiele. Der Fokus liegt dabei auf Events mit weniger Teilnehmern bzw. kleineren Gruppen und Spielen ohne großen Aufwand. In Teil 2 gibt es die nächsten 12 Vorschläge, wobei wir uns hier eher auf größere Events konzentrieren und die Ideen etwas aufwendiger, aber dafür auch umso erfolgreicher sind.

Warum solltest du dein Event mit einem Ice-Breaker starten

Jeder Veranstalter weiß, im Mittelpunkt von Events stehen Menschen, die Teilnehmer. Sie bestimmen, ob dein Event Top oder eher Flop wird. Doch was wollen deine Teilnehmer?

Die wenigsten besuchen Events um sich über Themen bzw. Vorträge zu informieren. Zumindest nicht durch Speaker und Präsentationen. Sie wollen neue Kontakte knüpfen. Da ist nur das kleine Problem mit dem Ansprechen von fremden Menschen. Ist das Gespräch erst gestartet, läuft alles aber meist von selbst.

Dein Event wird also dann zum Erfolg, wenn sich deine Teilnehmer untereinander vernetzen und interessante Gespräche entstehen. Deine oberste Aufgabe als Veranstalter ist es, ihnen dabei zu helfen! Hier kommen die Ice-Breaker ins Spiel.

Wie funktionieren Ice-Breaker

Ice-Breaker helfen den Teilnehmern schnell und einfach etwas über eine fremde Person zu erfahren und mit ihr ein Gespräch zu beginnen.

Sie reduzieren die Berührungsbarrieren und geben deinen Teilnehmern ein gutes Gefühl der Gesprächseröffnung mit fremden Personen.

Nicht jeder Ice-Breaker ist aber für jede Art von Event und Teilnehmergröße geeignet. Bevor du dich für eine Variante entscheidest, solltest du zuerst die folgenden drei Punkte klären:

  1. Was möchtest du erreichen? Welche Berührungsbarrieren möchtest du überwinden? Was sollen deine Teilnehmer nach dem Ice-Breaker machen? Sollen Sie sich nur etwas kennenlernen oder möchtest du, dass sich daraus vertiefende Gespräche entwickeln? Oder willst du, dass deine Teilnehmer sich eher mit deinen Rednern und Vortragenden verbinden?
  2. Verwende möglichst einfache Ice-Breaker. Es geht nicht darum, eine große Show zu machen. Du möchtest ein Ziel erreichen. Je intuitiver die Aktivität ist, desto mehr Spaß werden die Teilnehmer daran haben.
  3. Wer sind deine Teilnehmer? Jeder Mensch hat andere Erfahrungen, Werte und Vorstellungen. Bei der Auswahl des Ice-Breakers solltest du dies berücksichtigen.

Business Speeddating

Der Klassiker auf Corporate Events. Die Teilnehmer werden in zwei Gruppen aufgeteilt und in einer Reihe aufgestellt. Achte auf genug Platz zwischen den Personen, da man sonst sein eigenes Wort nicht verstehen kann. Dann hat man immer 2 – 5 Minuten Zeit um sich miteinander zu unterhalten. Nach dieser Zeit rückt eine Reihe um eine Person nach links.

Du kannst deine Teilnehmer natürlich auch an einen Tisch setzen, aber im Stehen sind Menschen meist fokussierter und Gespräche weniger steif.

Zwei Wahrheiten und eine Lüge

Von diesem Ice-Breaker existieren sehr viele Varianten. Was alle eint, es werden kleine Gruppen von 2 – 5 Personen gebildet und jeder Teilnehmer muss drei Geschichten erzählen. Zwei wahr und eine ausgedacht. Die anderen Gruppenteilnehmer müssen anschließend erraten, welche davon die Ausgedachte ist.

Bei der einfachsten Variante nennt jeder Teilnehmer drei Fakten über sich. Wenn du im beruflichen Kontext bleiben möchtest, kann jeder Teilnehmer auch drei Ziele nennen, von denen zwei bereits erreicht sind und noch eins offen ist. Wenn du die Teilnehmer eher über private Informationen verbinden möchtest, können Teilnehmer auch drei Geschichten aus ihrem Leben erzählen.

Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten. Mit einer Abwandlung dieser Idee kannst du genau steuern, welche Art von Informationen die Teilnehmer untereinander teilen. Gemeinsame berufliche Ziele stärken z. B. das Teamgefühl und steigern die Produktivität.

Neue Wörter erfinden

Wieder sollen kleine Gruppen gebildet werden. Jetzt gibst du den Teilnehmern ein Thema oder Gegensand vor. Die Gruppen sollen anschließend ein neues Wort für dieses Thema oder Gegenstand erfinden.

Diese Idee haben wir bei Eventbrite gefunden. Sie eignet sich hervorragend, um die Kreativität deiner Teilnehmer zu aktivieren. Sie kann auch bei sehr großen Events durchgeführt werden. Die Teilnehmer könnten ihre Antworten z. B. per App abgeben. Mittels Abstimmung könnten sogar die besten Vorschläge gekrönt werden.

Kleingeld und Geschichten

Es werden kleine Gruppen von 2 – 10 Personen gebildet. Jede Gruppe erhält anschließend ein paar Stücke Kleingeld. Wie viel hängt von der eingeplanten Zeit ab. Auf jedem Stück ist neben dem Wert auch das Prägungsjahr notiert. Jeder Teilnehmer erzählt jetzt eine Geschichte aus seinem Leben aus diesem Jahr.

Diesen Ice-Breaker haben wir uns bei der CPG Crew abgeschaut.

Die Art der Geschichte kannst du im Vorfeld vorgeben. Soll es eine berufliche Erfahrung sein oder eine private Geschichte? Über diese Erzählungen bekommen Teilnehmer bereits eine erste Idee über die anderen Personen. Diese können in der Pause dann als Aufhänger genutzt werden, um über andere Themen zu sprechen.

Gemeinsamkeiten suchen

Es werden kleine Gruppen von 5 – 10 Personen gebildet. Danach wird ein Wecker gestellt und jede Gruppe hat z. B. 10 Minuten Zeit, um eine bestimmte Anzahl Gemeinsamkeiten zu finden. Umso mehr Gemeinsamkeiten gefunden werden müssen, desto schwerer wird diese Aufgabe.

Mit dieser Variante erfahren die Gruppen schnell sehr viele kleine nützliche Informationen übereinander. Zwar ist das keine tiefe Vernetzung, aber über die Gemeinsamkeiten kommt jeder schnell ins Gespräch.

Schnitzeljagd

Die Schnitzeljagd ist eine tolle Aktivität um deine Teilnehmer in Bewegung zu bringen. Es existieren verschiedene Varianten, aber im Kern geht es darum, dass jeder Teilnehmer eine Liste mit Aufgaben bekommt. Auf der Liste könnten z. B. Namen von Personen stehen, die der Teilnehmer erst finden und dann ein paar definierte Fragen stellen muss. Hat er die Antworten, darf er die nächste Person finden.

Dieses Spiel eignet sich sowohl um Teilnehmer untereinander zu vernetzen, als auch um unterschiedliche Abteilungen eines Unternehmens zu verbinden. Bei zwei Abteilungen kann jeweils eine Seite die Suchenden und eine die Wartenden spielen. Die Fragen sollten dann sowohl privat als auch beruflich (was machst du in der Abteilung …) sein. So kann aus unterschiedlichen Abteilungen eine Unternehmenseinheit werden.

Persönlichkeitswechsel

Die Teilnehmer werden in 2er-Gruppen eingeteilt und müssen sich gegenseitig interviewen. Nach einer gewissen Zeit tauschen beide Teilnehmer die Plätze und nehmen die Persönlichkeit des gegenüber an. Jetzt sollen sie sich weiter befragen, aber statt mit der eigenen Meinung, immer im Namen des anderen antworten. Du kannst die Gespräche natürlich lenken, indem du die Fragen für das Interview vorgibst.

Diese Übung ist sehr gut geeignet, um fremde Sichtweisen zu verstehen und einen neuen Blick zu erhalten. Außerdem fühlt man sich der anderen Person schnell sehr verbunden.

Geschichten teilen

Es werden kleine Gruppen von 5 – 20 Personen gebildet. Danach gibst du bestimmte Themen vor, zu denen jeder Gruppenteilnehmer eine Geschichte erzählen soll. Beispiele sind: „Was hast du letzten Monat gelernt?“ oder „Wann und wie hast du zuletzt deine Kollegen beeindruckt?“

Mit der Auswahl der Fragen kannst du die Richtung definieren.

Sätze vervollständigen

Ein sehr einfacher und schnell durchzuführender Ice-Breaker. Es werden zuerst Gruppen von 5 – 50 Personen gebildet. Jetzt gibst du Sätze vor, die jeder Teilnehmer in der Gruppe vervollständigen soll. Beispiele sind: „Das lustigste, was mir je passiert ist …“ oder „Letzten Monat habe ich gelernt, dass …“

Auch hier kannst du mit der Auswahl der Sätze bereits die Richtung der Gespräche klar lenken. Da dieser Ice-Breaker recht schnell und einfach ist, kann er auch mit recht großen Gruppen durchgeführt werden.

Vorstellungsrunde

Die Vorstellungsrunde ist ebenfalls ein Klassiker und gelebte Tradition bei den meisten kleineren Events. Die Teilnehmer stellen sich dazu gemeinsam auf, z. B. in einem Kreis. Danach stellt sich jede Person mit ein oder zwei Sätzen vor.

Dieser Ice-Breaker ist optimal für kleine Runden. Mit einem Schlag kennen sich damit alle Teilnehmer und können danach mit Gesprächen anknüpfen.

Gemeinsame Ziele brainstormen

Statt neue Wörter zu erfinden, kannst du deine Teilnehmer auch gemeinsam nach Zielen für das Event suchen lassen. Du teilst die Personen dafür wieder in kleine Gruppen von bis zu 5 Personen. Diese Gruppen sollen dann zusammen gemeinsame Ziele für das Event definieren und anschließend präsentieren.

Diese Übung ist super geeignet um deine Teilnehmer auf Produktivität und Ziele einzustimmen. Außerdem stärkt ein gemeinsames Ziel den Zusammenhalt der Gruppe.

Visitenkarten Wettbewerb

Das ist das dritte Highlight in der Liste. Mach einfach ein Wettbewerb aus dem Netzwerken. Jeder Teilnehmer erhält für jedes Gespräch mit einer Person eine Visitenkarte. Am Ende wird gezählt. Die Person mit den meisten Visitenkarten hat gewonnen.

Mit diesem Wettbewerb sorgst du definitiv für eine Beschleunigung des Netzwerkens. Du solltest jedoch auch beachten, dass du den Teilnehmern damit nicht wirklich hilfst, leichter Kontakte zu knüpfen. Du setzt nur einen Anreiz, dass sie ihre Berührungsängste überwinden. Besser ist ein solcher Wettbewerb in Verbindung mit ein paar kleinen Aufwärmspielen, bei denen auch Berührungsbarrieren überwunden werden.

Namensschilder tauschen

Beim Einlass erhält jeder Teilnehmer ein Namensschild eines anderen Teilnehmers. Jeder muss jetzt die Person mit seinem Namensschild finden und ein paar vorher von dir definierte Fragen stellen. Danach erhält der Teilnehmer sein eigenes Namensschild zurück. Das Spiel geht so lange, bis alle wieder ihren eigenen Namen an der Brust haben.

Wieder ein Spiel, bei dem deine Teilnehmer in Bewegung kommen und die Location erkunden müssen. Definitiv kommen deine Teilnehmer so schnell in Kontakt mit mehreren anderen Personen. Eine großartige Idee vom EventManagerBlog.

Was solltest du gelernt haben

Nur, wer von einem Event neue interessante Kontakte mitbringt, betrachtet die Veranstaltung im Nachgang auch als Erfolg. Deswegen haben wir dir in diesem Artikel 13 Aufwärmspiele vorgestellt, mit der du deine Teilnehmer schnell und einfach in den Netzwerkmodus bekommst. Unterstütze deine Teilnehmer bei der ersten Kontaktaufnahme mit einer fremden Person. In Teil 2 gehen wir auf 12 weitere Kennenlernaktivitäten ein, welche nicht nur die Teilnehmer untereinander, sondern auch mit den Referenten und Organisatoren verbinden.

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Co-Founder und Geschäftsführer von LineUpr